Hilft Kompression bei schlechter Durchblutung der Beine?
Hilft Kompression bei schlechter Durchblutung der Beine?
Kompressionsstrümpfe können Beschwerden lindern, wenn diese mit einer venösen Durchblutungsstörung zusammenhängen. Die Kompressionstherapie wird beispielsweise bei Venenschwäche und Krampfadern eingesetzt. Sie unterstützt den venösen Rückfluss des Blutes aus den Beinen in Richtung Herz.
Der Ausdruck «schlechte Durchblutung der Beine» kann jedoch verschiedene Ursachen haben. Deshalb sollte ein Kompressionsprodukt nicht allein aufgrund dieses Symptoms ausgewählt werden.
Quelle: Universitätsspital Zürich – Therapie von Krampfadern
Wie wirkt Kompression auf die Beine?
Ein Kompressionsstrumpf übt von aussen Druck auf das Bein aus. Dadurch wird der venöse Rückfluss unterstützt und der Bluttransport aus den Beinen kann erleichtert werden.
Bei einer Venenschwäche können beispielsweise schwere oder müde Beine, Schwellungen, Schmerzen und Krampfadern auftreten. Eine Kompressionstherapie kann bei solchen venösen Beschwerden zur Linderung beitragen.
Kompression behandelt jedoch nicht jede Ursache von Durchblutungsproblemen und ersetzt keine medizinische Abklärung, wenn diese erforderlich ist.
Quelle: Universitätsspital Zürich – Therapie von Krampfadern
Schlechte Durchblutung kann verschiedene Ursachen haben
Für die Wahl einer Kompression ist es wichtig, zwischen venösem und arteriellem Blutfluss zu unterscheiden.
Bei einer venösen Durchblutungsstörung fliesst das Blut aus den Beinen nicht ausreichend zurück zum Herzen. Dadurch können unter anderem Schwellungen und ein Schweregefühl entstehen. Kompression kann den venösen Rückfluss unterstützen.
Bei einer arteriellen Durchblutungsstörung ist dagegen die Blutversorgung des Gewebes über die Arterien beeinträchtigt. In dieser Situation muss die Eignung und Stärke einer Kompression individuell medizinisch beurteilt werden.
Wenn die Ursache der Beschwerden nicht bekannt ist, sollte vor der Anwendung einer medizinischen Kompression eine Ärztin, ein Arzt oder eine andere medizinische Fachperson konsultiert werden.
Quelle: Universitätsspital Zürich – Krampfaderleiden
Kann Kompression bei geschwollenen Beinen helfen?
Geschwollene Beine oder Knöchel können unter anderem mit einer Venenschwäche zusammenhängen. Wenn der venöse Rückfluss beeinträchtigt ist, kann sich Flüssigkeit im Gewebe ansammeln.
Eine geeignete Kompression kann bei venös bedingten Schwellungen helfen. Welches Produkt und welche Kompressionsstärke geeignet sind, hängt jedoch von der individuellen Situation ab.
Bei einer neu auftretenden, starken oder einseitigen Schwellung sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden.
Quelle: Universitätsspital Zürich – Chronische Wunden
Was ist bei Krampfadern zu beachten?
Krampfadern stehen mit einer Funktionsstörung der Venen in Zusammenhang. Kompressionsstrümpfe können eingesetzt werden, um Beschwerden einer venösen Erkrankung zu lindern.
Die Kompression kann dabei den venösen Rückfluss unterstützen und Beschwerden wie Schwellungen oder ein Schweregefühl reduzieren.
Kompressionsstrümpfe beseitigen die Ursache von Krampfadern jedoch nicht. Bei ausgeprägten Beschwerden oder Veränderungen der Haut sollte eine medizinische Abklärung erfolgen.
Quelle: Universitätsspital Zürich – Therapie von Krampfadern
Und was ist mit Kompressionsklasse 2?
Kompressionsklasse 2 steht für eine stärkere medizinische Kompression. Ob diese Stärke geeignet ist, hängt von der Diagnose, den Beschwerden und der individuellen Situation ab.
Bei einer medizinischen Kompression der Klasse 2 ist es besonders wichtig, vorher mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer anderen medizinischen Fachperson zu sprechen.
Auch während der Schwangerschaft sollte die Wahl des Modells und der Kompressionsstärke mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Quelle: Hirslanden – Schwere und geschwollene Beine in der Schwangerschaft
Wann sollte man die Beschwerden ärztlich abklären lassen?
Wenn nicht klar ist, warum sich die Beine schwer, geschwollen oder schlecht durchblutet anfühlen, sollte die Ursache zunächst abgeklärt werden.
Eine medizinische Abklärung ist besonders wichtig bei neu auftretenden oder starken Schwellungen, Schmerzen, Hautveränderungen oder Wunden sowie bei einer deutlichen Verschlechterung der Beschwerden.
Auch bei einer bekannten oder vermuteten arteriellen Durchblutungsstörung sollte die geeignete Kompression individuell medizinisch beurteilt werden.
Die richtige Kompression hängt von der individuellen Situation ab
Kompressionsprodukte sind in verschiedenen Modellen, Grössen und Kompressionsstärken erhältlich. Die richtige Wahl hängt davon ab, welche Beschwerden vorliegen und welche Ursache dahintersteht.
Wenn eine Kompression medizinisch geeignet ist, kann sie ein Bestandteil der Behandlung venöser Beschwerden sein und beispielsweise bei Schwellungen und schweren Beinen helfen.
Wenn Sie unsicher sind, ob Kompression für Sie geeignet ist oder welche Kompressionsstärke Sie benötigen, lassen Sie sich zuerst medizinisch beraten.
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Quellen
- Universitätsspital Zürich – Therapie von Krampfadern – Informationen zur Kompressionstherapie bei Krampfadern und zur Unterstützung des venösen Blutflusses.
- Universitätsspital Zürich – Chronische Wunden – Informationen zur Kompressionstherapie bei venösen Erkrankungen und Schwellungen.
- Hirslanden – Schwere und geschwollene Beine in der Schwangerschaft – Informationen zu schweren und geschwollenen Beinen sowie zur Verwendung von Kompressionsstrümpfen während der Schwangerschaft.